Montag, 3. August 2009

wihctig - important


ich weiß nicht mehr, was wichtig ist

ist es wichtig, dass jetzt die Sonne scheint - vor einer halben Stunde noch war der Himmel graugrau

ist es wichtig, dass ich satt bin - ich habe keinen Hunger

ist es wichtig, dass ich denke - ich weiß nicht woran ich denken will

ist es wichtig, was ich fühle - entspannt zu sein ist das ein Gefühl

gerade ist es wohl wichtig, dass ich gar nichts mehr weiß, aber dass der Kaffee heiß ist.


immer haben wir uns auf das konzentriert, was wir 'anders' habe wollten als es ist. daran haben wir uns dann abgearbeitet - vielleicht war es dann auch mal anders - ich erinnere mich nicht.

wir sind gewohnt, das was ist so nicht, anders haben zu wollen, um es dann ändern zu müssen. da von selbst ändert sich ja nichts:

diese Welt muss besser werden - was wir jetzt erfahren ist was anderes:

wenn ich was besser machen will, wird das, was ich will mehr;
die Welt wird dann gar nicht besser, sondern das was ich meine verbessern zu müssen wird mehr.

das 'Nicht-Tun' rückt in den Vordergrund;
dabei gibt es das gar nicht - weil, wir 'tun' immer. Immerzu, sonst wären wir gar nicht.

wir sind aber so gewohnt, Druck zu machen, dass in dem Augenblick, wo wir anhalten es sich anfühlt, als täten wir gar nichts.

Doch, wir tun, dauernd - und niemand anderes als wir selbst suchen es uns aus, was.

Ich will heute meine bester Freundin sein - Freundin, was magst Du, damit Du Dich wie meine beste Freundin fühlst?

Wenn ich den großen Hund nicht mehr füttere, der, der kläfft und an der Leine zieht, der, der die Zähne fletscht, dann wird er erstmal wütend, kläfft lauter, zieht kräftiger an der Leine, will mich mehr beißen- meine Hand blutet.

Wenn ich das erkenne, wenn ich nicht nachgebe, wenn ich ruhig bin, trotzdem - dann hört er irgendwann auf zu kläffen, zu ziehen, die Zähne zu fletschen, zu beißen

... dann geht er ohne Leine neben mir.

... und ist einfach nur mein Freund.

Wir müssen 'entlernen' was wir gelernt haben.
Damit wir unserer eigener bester Freund sein können.

ob es nun eine Hund ist, eine Katze oder einfach nur wir selbst.

Montag - ein Montag - ein neuer Montag.

langsamer werden, die Spanung rausnehmen, den Druck ablassen fühlt sich an wie rückwärts gehen, wie langweiliges Nichtstun - manchmal.

bis aus dem neuen Standort neue Spiele erkennbar werden - neue Spiele ohne muss und soll.

jetzt.


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