Sonntag, 29. November 2009

JETZT?!

Thema Gegenwart 

Ich als softi bin am stärksten in meiner Kraft, wenn ich präsent bin, präsent = gegenwärtig. 
 im Laufe des Tages dachte ich darüber nach, wie sehr mich die Sprache aus der Gegenwärtigkeit bringt: Beispiel: ich habe vorhin eine Flasche Wein gekauft. 

auf english hätte ich kein Problem zu sagen 'I created a bottle of wine' übersetzt: ich erschuf eine Flasche Wein. Das klingt von gaga bis unbefriedigend. 

was nun, wenn ich die Zeit aus der Sprache herausfiltere und einfach nur sage: ich trinke Wein. 



 das wäre genau das, was ich in meiner Gegenwärtigkeit erlebe - darauf kommt es auch an. 

Mit welcher Methode ich es erreicht habe, den Wein im Glas wahrzunehmen spielt in der Gegenwärtigkeit doch gar keine Rolle. 

Ich stelle mir nun vor und versuche hier, die Zeit aus der Sprache wieder herauszufiltern. 

Die Zeiten zu beschreiben und zu sagen, haben wir mühsam als Kinder gelernt. Um nun meine Kraft der Gegenwärtigkeit zu unterstreichen, spreche, schreibe ich im Präsenz, in der Gegenwart. 

Ich trinke wein wenn ich erzählen will, wie es dazu kommt, dass ich jetzt Wein trinke dann könnte es so viele verschiedene Möglichkeiten geben - dass ich es lustig fände jetzt einfach eine zu erfinden: anstatt zu sagen, ich habe in Supermakrt Wein gekauft, könnte ich genauso sagen, ich holte eine Flasche aus dem Keller, X hat mir geschenkt, die Falsche ist im Kühlschrank, Herkunft unbekannt. 

was wesentlich ist, ist lediglich, dass ich jetzt Wein trinke - es erspart mir einerseits die ungewöhnliche Ausdrucksweise von 'Ich habe erschaffen' andererseits das Herausfallen aus meinem Jetzt, indem ich beschreibe, mit welcher Methode ich den Wein in das Glas 'gebeamt habe. Denn .... gemäß Zeit und Raum sind Illusion, ist dieser Wein in meinem Glas genau JETZT in dem Glas ... created out of thin air ... gemacht aus dünner Luft ... wer sagt sowas? Es gibt aber noch ein anderes Argument: wenn ich den Prozess beschreibe, wie der Wein in mein Glas gekommen ist, kann ich einerseit den Glauben an Raum und Zeit wieder einfügen (was nicht falsch ist, aber auch nicht richtig, und ich schreibe diesen 'scheinbaren' Blödsinn auf, weil ich eine Sprache suche, die meiner Gegenwärtigkeit gerecht wird - das bekommt meiner Balance) dann mache ich das 'die Flasche im Supermarkt kaufen' zum Jetzt. 

Beim Erzählen oder aufschreiben erinnere ich mich; das ist das Verknüpfen mit dem Teil in meinem Hologramm, in dem genau das stattfindet: das Erschaffen der Flasche WEin. Das Berichten macht das Ershaffen zum Jetzt ... Darin steckt ein echter Schatz, wenn ich mir das auf der Zunge zergehen lasse- - ich benutze das Beispiel als Metapher und erkenne darin die Bewegung, meine Bewegung immer in dem Augenblick, wo ich an etwas denke, etwas aufschreibe, etwas erzähle, was nicht JETZT ist - mache es aber dadurch zum jetzt. 

Interessant ist diese Erkenntnisse immer dann, wenn ich Erlebnisse aus der Vergangenheit hochhole, die eben nicht Vergangenheit sind, sondern dann Gegenwart - die 'alte' Gegenwart, ist nichts anderes als ein Energiemuster, das ich wieder benutze. Was passiert: jedesmal, wenn ich das tue, verändere ich dadurch die Vergangenheit. 

Die Sprache mit ihren Zeitformen gaukelt mir etwas vor. 

Ich habe da Gefühl etwas Unwesentliches zu tun, wenn ich denke, schreibe, rede über etwas , was nicht jetzt ist - falsch, es ist wesentlich, weil ich exact die Energie in meiner Jetzt Präsenz aktualisiere, mit der ich mich gerade beschäftige. 

Genauso ist es, wenn ich einen Film anschaue, ein Buch lese - mir eine Geschichte anhöre, die jemand anderes erzählt: alles ist in dem Augenblick meine Jetzt Präsenz mit allem was dazugehört. 

Diese Aktivitäten (will ich es mal nennen mangels eines passenderen Ausdrucks) sind wir Reisen in eine andere Dimension .... ich bn physich hier, energetisch dort, wo ich meine Aufmerksamkeit hinlenke. Das ist weder positiv noch negativ - jedoch von größerer Bedeutung, als ich mir gerade jetzt vorstelle, bzw. aufschreiben kann. 

Noch ein anderer Gesichtspunkt fällt mir ein: alles ,aber auch alles in meiner Gegenwart, auch wenn ich sie scheinbar verlasse beim 'vorhin ne Flasche Wein gekauft' reflektiert meine JETZT Energie. OH JEE - es kommt noch besser: Erinnerung - was ist denn das eigentlich - die gibt es ja gargar nicht, wenn alles jetzt ist - darüber werde ich heute nacht brühten, das will ich klären ... Erinnerungen sind was? 

Jedes physische, objektive, reale Erlebnis ist Wahrnehmung (außere Sinne): Wahrnehmung ist die Übersetzung meiner subjektiven Sinne - die Filter meiner äußeren Sinne sind die Glaubenssysteme. Wenn ich mich erinnere an ein physisches Erlebnis und nun den Prozess zurückverfolge (zurück gibts ja nicht) besser ich betrachte alles von der 'anderen Seite' - dann .....ach du scheiße .... wenn ich die Filter wegnehme .... dann ist da nix mehr. 

Heilige Scheiße - ich habe ne Ölquelle angebohrt!

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