Mittwoch, 4. November 2009

leicht-schwer

die Leichtigkeit des Seins

gestern habe ich gepostet, dass ich in der Vergangenheit das Schwere, Dicke untersucht habe: untersucht = erlebt. wie habe ich es gemacht: mich darauf konzentriert.
wie habe ich mich darauf konzentriert: ich habe meine ganze Aufmerksamkeit darauf gerichtet. was macht das Schwere schwer.
was macht das Leichte leicht schwer ist langsamleicht ist schnell kälte ist langsam.
hitze ist schnell wenn ich etwas schweres leicht machen will, erhitze ich es:Wasser erhitzt wird zu Dampf wie mache ich Leichtes schwerich kühle es ab Dampf, Wolken werden zu Wasser, Regen, wenn sie in kalte Luftzonen kommen.Gas abegkühlt wird flüssig. Sauerstoff abgekühlt wird flüssig.
Kann ich leicht sein und trotzdem Schwere erkunden ja - wenn … wenn ich schwer bin, dann ertrage ich Hitze nicht - muss mich abkühlen, um mich wieder komfortabel zu fühlen. den Zustand, sich an Wetterbedingungen anzupassen, die wir nicht gewohnt sind (anders halt) nennen wir Aklimatisierung.
Was geschieht dabei: wir gewöhnen uns, der Körper assimiliert das Fremde, das andere bis wir das 'andere' sind. Ich habe mich an das Schwere gewöhnt, mich 'aklimatisiert' bis ich es selber war.
Wo war das ich, das leichte? das war auch da - das machte sich bemerkbar als Unruhe - die Leichtigkeit innen, die schellere Bewegung meines Wesens festgehalten und doch präsent. Wie in einer Dose eingesperrt und die Dose will explodieren, weil das Innen sich von selbst erweitert.Es wird immer enger in der Dose - bis sie explodiert. Oder ich kühle die Dose mit Inhalt wieder ab … das ist ein hin und her für gewissen Zeit.Dann steigt der Innendruck wieder - und poof, das Explodieren ist ein Weglaufen, ausbrechen, woanders hin, dort wo die innere Leichtigkeit der äußeren wieder entspricht. hin und her. Soweit die 'bewusstlosen' Bewegungen.
Da begann mein Ehrgeiz - herausfinden, dem Schweren mit Leichtigkeit zu begegnen.
Bilder dazu fallen mir ein: ein Baum bewegt sich wenig (schwer) Vögel setzen sich auf seine Äste, verweilen und fliegen wieder davon (die Begegnung mit dem Flüchtigen) Die Vögel sind komplementär zum Baum - sie ergänzen sich. Die Ergänzung geschieht von selbst - der Baum macht nichts, er ist. Ein Baum würde das Flüchtige, den Vogel, schwer machen, wenn er von ihm verlangte, erwartete, zu bleiben. Ein Baum, der keine Veränderung will, macht das Flüchtige schwer - irgendwann würde der Baum unter der Last zusammenbrechen, wenn er all das Flüchtige um ihn herum 'binden' würde. Dieses Bild lässt sich übertragen … bin ich Vogel, lasse ich mich hin und wieder auf einem Baum nieder, baue vielleicht sogar ein Nest … wenn es schwer (kalt) wird fliege ich davon, dorthin, wo es leicht ist: in den Süden, warm. Dort gibt es auch Bäume zum verweilen - andere eben.

Wir Menschen machen es intensiver - wenn nicht komplizierter - wir hängen an alle diese Erlebnisse Gefühle dran,; das intensiviert das Erlebnis. Die Herausforderung ist, der inneren Sinne bewusst zu sein: das war ich nicht. Mein ausgeprägter empathischer Sinn, den ich bewusst nicht steuerte, hat dazu geführt, mich mit dem Schweren zu verwechseln. Im 'das andere werden, sein' geht der Kontakt zum eigenen Wesen verloren, nein nicht verloren, vergessen. Das Erinnern daran, wer ich wirklich bin.
Wenn die Erinnerung wieder zum Bestandteil meines Seins wird, bin ich in Kontakt mit meiner Leichtigkeit. Diese Erinnerung bleibt dann nicht Erinnerung: ich 'zurück'aklimatisiere mich mit dem, was ich wirklich bin. Es erfordert Aufmerksamkeit, Konzentration - das geübte, angenommene (erlernte) wurde so automatisch, dass der Prozess das 'Entlernen' verwirrend sein kann. Da hilft dann wieder die ERinnerung und das Wissen.
Das Wissen ist aus meiner Sicht der wichtigeste Bestandteil, weil unser Denken immer dabei ist. Jede Übersetzung kann Rückwärtsbewegungen hervorrufen - wenn die Denkprozesse als Sicherheitsanker dominant geworden sind.

Wenn das Denken die Gefühle und die emotionale Kommunikation überrollt, ignoriert, verachtet, schlecht macht, dann entsteht ein Stau. Der Stau wird dann als Erlebnis zum inneren Stausee, in den nichts hineinfließt und nichts heraus. Das Gefühl des Eingesperrtseins, des Gefangenseins, ist damit verbunden. Den Denkprozess nun so zu beruhigen, damit Bewegung wieder möglich wird, bedeutet eine der schwierigsten Herausforderungen: das Denken soltle in den Urlaub geschickt werden.
Da helfen Entspannungsübungen, alles was offen und weitermacht.

Das Denken ändert sich automatisch - jede Erweiterung bringt andere Worte, andere Inhalte zum Vorschein …das ist wie eine neue Sprache lernen.

der Mensch selber steht an der Pforte und erlaubt oder nicht.

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