Montag, 14. Dezember 2009

Die Entdeckung der Langsamkeit





Time is not necessarily freedom. You may incorporate tremendous volumes of time and not be expressing your freedom and be pushing, pushing your energy, working very hard with your energy — and not working!  


Zeit bedeutet nicht unbedingt Freiheit. Vielleicht verbringst du sehr viel Zeit ohne deine Freiheit auszudrücken, denn du schiebst und stößt deine Energie, arbeitest schwer mit deiner Energie ohne zu arbeiten.  


Das passt zu dem, was mir letzte Nacht vor dem Einschlafen einfiel: ich habe mich oft automatisch gebremst. Mich selber ausbremsen ... oft erlebt!  
Jetzt wird mir bewusst: das mich selber Ausbremsen war meine Essence: ich habe angeschoben, andere, mich selbst und damit sehr viel Zeit verbracht - meine Freiheit habe ich darin nicht gefunden, im Gegenteil.  


Meine 'Arbeit' war schwer! Andere anzuschieben ist ein nicht nur überflüssiges sondern auch unnützes Unterfangen ... aber ich habe nicht nur andere angeschubst, gedrängt, angeschoben: mich selber auch.  


Wie?  

Immer, wenn ich etwas wollte, was nicht bereits da war. z.B. wollte ich dieses Jahr als ich in San Diego war dort bleiben und über Astro-readings meinen Unterhalt finanzieren. Ich habe erfolgreich mehrer Readings gemacht, es hat mir Spaß gemacht und die Zuhörer waren zufrieden ... 10 - 20 Dollar habe ich verlangt. 
Eine 'Klientin' war Graphikdesignerin, sie bat ich anstatt mich zu bezahlen, mir einen Flyer zu basteln, um ihn zu verteilen, an einer öffentlichen Stelle auszuhängen. Sie willigte ein. Das war's. Nichts weiter geschah. Sie tat es nicht. Ähnlches hier: seit Jahren wollte ich von einer Freudin, die auch Graphikdesingerin ist so einen Flyer. Hat sie nie gemacht.  
Heute weiß ich: ich wollte diese Astroreadings nur machen, um Geld zu verdienen - darüberhinaus weiß ich heute, dass mich der 'Nichtflyer' in SD davor bewahrt hat, dort zu bleiben, denn hier, wo ich jetzt bin, wollte und will ich sein.  


Ich bin als Beraterin ungeeignet: viel zu ungeduldig! Wenn es sich jedoch ergibt, dass mich jemand fragt, bin ich immer hilfreich und meine 'Beratungen' werden geschätzt und angenommen, zeigen Früchte ... alle angenehmen Erlebnisse in Bezug auf 'Beratung' sind immer von selbst im Augenblick entstanden, die geplanten, bezahlten waren meist für mich eher unbefriedigend und anstrengend.  


Ich habe sooo viele Jahre Druck ausgeübt: das war automatisch: 
schnell mit allem fertig werden, schnell aufräumen, schnell essen, schnell hier und dort hin, schell gehen, schnell mit Auto/Fahrradfahren um ... anzukommen.  


Seitdem ich immermehr bei mir selber bin - diesen Komfort, ja 'Luxus' des mit mir selber seins genieße, werde ich auch ruhiger und erkenne mein 'altes' Spiel, das aus Druck machen, Druck empfangen bestand.  


Täglich wächst mein Gefühl für 'your desire is in front of you', deine Wünsche sind vor deiner Nase - und gleichzeitig erkenne ich den Sinn meiner letzten Blitzerfalle - wo ich mich beim 'zu schnell fahren, schnell angkommen' fotografiert habe und mich mit einem Bußgeld dafür bestrafe ....  
Weil: das 'schnellseinmüssen/wollen' ist bereits eine Selbstbestrafung ... die Manifestation in Form eines Tickets ist nur das äußere Zeichen dafür.  


Immerwieder komme ich darauf zurück, dass der Mann, mit dem ich einmal verheiratet war, mir als erstes Buch 'Die Entdeckung der Langsamkeit' geschenkt hat.....  
Herr vom Hoff: ich bin dabei und mittendrin!





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen