Samstag, 28. Mai 2011

Ich rede mit mir.

schreiben - mich ausdrücken, mich erzählen, für mich.

sofort kommt der Gedanke: oh jee - darf ich das?

wer sagt das in mir? egal, es ist nicht meine Stimme.

Sing nicht, schrei nicht, mach nicht so, sondern so ... wer sagt das?
nicht meine Stimme; es ist die Stimme der Vergangenheit, die, die mich nicht erlaubt, mir zu erlauben.

Ich sollte .... nein, nicht was ich sollte,
was aus mir herausfließt, was ich jetzt noch gar nicht weiß, was in der übernächsten Zeile steht.
Das ist dann meine Jetztstimme, jetzt, nicht vorgestern, nicht vorhin, sondern ein Fließen aus mir,
das nur jetzt ist und das ich in Worte übersetzte.

Wichtige, unwichtige Worte - wen iteressiert es: mich, weil das Fließen der Spaß ist, nicht die Bedeutung der Worte - das ist Befriedigung. JA, das sage ich nicht nur einfach, ich fühle es.

Ich merke den unterschied zwischen: wer wird es lesen und was dann dazus sagen, denken

und

ich fließe einfach ein bisschen ab hier - tanze ab, in Worten, ohne Choreography, einfach so.

ich erinnere mich:

das letzte Mal, als ich was geschrieben habe (auf facebook), das war EDEUTEND, das habe ich gefühlt, aber es war nicht befriedigend - also wessen Stimme war das dann?
Kann nicht meine gewesen sein, denn das wäre dann befridigend gewesen?

hmmmm .....

egal, also es scheint, 'bedeutend' ist ein Begriff, der erstens nicht befriedigt,

weil: aha: bedeutend gleich schwer ...

ohhh, das ist doch eine echte von meiner STimme ergossene 'bedeutende' Erkenntnis!

Ich liege Erkenntnisse, aber sie müssen sich schon wohl anfühlen - wie diese hier!!

also, nicht mehr - ach, es kommt noch was hoch: die alte Bedeutung von 'bedeutend': irgendwie ist ein Druck damit verbunden, eine sogeannte Wahrheit, eine Gültigkeit .. .etc ... alles = schwer.

heute mal leicht und befriedigend .... jetzt mal leicht und meine Stimme, die die einfach fließt, die ich höre - gar keine Worte höre ich, ich üersetzte, meine Finter übersetzen NUR was fließt.

nix wichtig für andere - ich fließe aus mir, wichtig für mich.

Erstmal Danke, Elo, für die Inspiration.

heute morgen irgendwann kam mir dieser Gedanke: to turn on, what turns me on, please, turn me an.
und ich habe es übersetzt in: an machen, wie, einen Knopf drücken, damit was 'angeht'.
ha - jetzt habe ich was, das 'turned on' das macht mich an!

DAS MACHT MICH AN .... ich lasse das auf meiner Zunge zergehen, es macht mich an.

meie Stimme fließen zu lassen, mir zu erlauben, mich in Worten fließen zu lassen ist der Knopf mit dem ich mich anmache. Die Erlaubnis! ... ach da bist du ja, Erlaubnis, ich umarme dich!!

ich empfinde den Unterschied: für andere schreiben, was wichtiges schreiben, auch noch richtig, alles muss stimmen ,stimmig sein, klug sein .... was dann dabei rauskam war der Dampf aus dem Druckkochtopf - heißer Dampf! schon befriedigend, schon auch stolz, weil es so richtig, stimmig klang. Aber Spaß?
Egal, gestern ist gestern - fließen ist fließen und drücken ist drücken.

diese 'ich weiß nicht' Momente .... wo ist die Erlaubnis-Momente .... morgen? nachher?

Befriedigung: Frieden in mir. weil .... ich mir erlaube, meine Stimme zu schreiben. Für mich.

nachher werde ich alles nochmal lesen (oder auch nicht) und mich bewerten vielleicht. Gebe ich mir eine 1 oder eine andere - allein der Gedanke ist zum Lachen. Spielen wir Schule und geben uns Zensuren.

Zensuren lassen die eigene Stmme verstimmen . ver - stimmen, dann kommt ver-stummen. ich werde stumm, wenn ich mich bewerte, dann kommt nämlich nix mehr. ende.

aha

ich singe falsch

na und

ich schreibe was flasches

na und .... mein Ton, mein Wort ist mein Ton und mein Wort - geht dich nix an, hör nicht hin, lies mich nicht, sage ich der Lehrerstimme in mir, die nicht meine Stimme ist, der ich aber die Macht gegeben habe, stumm zu werden, nicht zu singen, weil.

turn me on, I turn myself on - ich bin an, ich bin dann offen für - mich zu hören.

hört hört - leises Flüstern .... noch leiser .... ja ....

so könnte die Zeit vergehen und mich in der Zeit vergessen gehen.

ich habe soooo viel Zeit - Zeit mich zu vergessen beim mir zuhören. Rede dann mit mir selber, alles dreht sich im Kreis, höre immer wieder was ich schon kenne - aber nicht mache.

Ausfluß, Ausguss - ich gieße mich aus, fließe über - gestern der Film über die Übeflutung der Oder.
aha, eine synch.

machen sollte ich - mach mal, ruft es von allen Seiten - übermorgen ist Umzug, machmach; do it.

ich stehe daneben; sorry folks - alles was ich beitragen kann ist Ruhe, da sein, dabei sein - um euren Kram kümmert euch selber - nicht mein busy - ness.

machen müssen - wer sagt das? nicht meine STimme, die sagt; ruhig, du bist, genug.


Mein Sprung aus dem Hamsterrad - kommt immer wieder vor, mach mal, mach ich ja.
Okay, mach mal, macht nichts- Stimme, wo bist du dann ....? ziemlich weit weg dann.

Dann will ich nur noch abtauchen, träumen - da fließt es wieder.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen