über meine Angst, mich auszudrücken.
es gibt so viele Gründe, dass ich sogar davor Angst habe etwas zu sagen, weil es in nächsten Augenblick bereits nicht mehr stimmt.
Alos, die erste gelernte Angst, mich auszudrücken:
es muss richtig und wahr sein.
jetzt habe ich herausgefunden, dass es weder ein absolut richtig, noch ein absolut wahr gibt - also ist da plötzlich diese Angst, überhaupt etwas zu sagen, bzw. etwas zu sagen, schreiben, auszudrücken ist gar nicht wichig; klar, früher habe ich gesagt, weil ich glaubte, was Richtiges zu wissen - das ist vorbei, also was gibt es denn dann für eine Alternative...
etwa ganz einfach der Spaß Worte aneinanderzuhängen, vielleicht sogar Wortspiele zu erfinden oder was sonst noch ....
die Angst, vor Kontrolle, vor Kritik, vor .... 1000 und einem Grund zu schweigen.
Also schweige ich, rede mit mir selber innerlich, bloss nicht laut, bloss nicht aufschreiben .... bloss nicht loslassen in die Welt ... es könnte
ja was 'könnte' denn eigentlich.
Ich weiß es nicht.
so viele Jahre habe ich geglaubt, ich wüsste was - diese Unsicherheit zu wissen (!), scheinbar zu wissen, dass ich gar nichs weiß - was soll ich denn dann noch mitteilen, wenn es doch nur 'nichtwissen' ist?
diese verdammte Blockade liegt doch daran, dass ich glaube, an ein Publikum zu schreiben, das gewisse Erwartungen an mich hat .... richtig? Blende ich das mal aus und stelle mir vor, dies liest ja vielleicht keiner, schreibe ich nur für mich - falls es Leser geben sollte, ist das dann ein Problem?
Ja, ich kann eins daraus machen - ein Problem machen aus der Vorstellung, mich zu zeigen, von anderen wahrgenommen zu werden mit meinen irren Gedanken.
die Selbstvorverurteilungsklemme - eine Mausefalle.
das Gefühl 'Mausefalle' habe ich bereits länger - ich rette mich daraus, indem ich mir klarmache, dass da doch gar nichts ist und indem ich aus den Gedankensoße rausgehe, in einen anderen Teil meines Körpers - bloß nicht im Kopf bleiben --- ahhhhh ---- Erholung.
Woher hat Whitney Houston die Angst genommen, nicht gut genug zu sein (habe Kevin Costner gehört, der das von ihr erzählte). Woher nehme ICH die Angst, nicht gut genut zu sein für was, gegen was - in welcher Hinsiht, in bezug auf was???
was ist das alles für ein Gedankenkauderwelsch, das sich so einschleicht, daherkommt wie ein Bernhardiner mit der Rumflasche um den Hals - der Retter!!
Können Gedanken überhaupt Retter sein - tja, kommt auf die Quelle an.
Wer spricht denn da eigentlich in meinem Kopf, wenn ich was höre?
als Alternative kann ich mir noch Zitate von anderen anbieten .... dann wäre ich auf der sicheren Seite: ich habe es dann nicht gedacht, erfunden, aufgeschrieben sondern xyz -
damit wäre ich fein raus- hatte was gesagt, ohne mich selber zu zeigen
zufrieden?
Zufriedenheit.
macht mich das ausplappern meiner Gedanken zufrieden?
...
keine Antwort.
was würde dich denn zufrieden machen?
....
zufrieden sein - ohne zu plappern.
dann
sei
still!
Dienstag, 21. Februar 2012
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